Sabine Admin

Alter: 46 Angemeldet seit: 28.11.2005 Beiträge: 23398 
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Verfasst am: 28.Aug.07 17:18 Nr: 47069 Titel: Windgällenhütte, Kanton Uri, Maderanertal |
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Eine anfangs sehr anstrengende aber auf jedenfall lohnenswerte Wanderung möchte ich Euch hier vorstellen.
Mit dem Postauto ab Amsteg erreicht man in kurzer Zeit Bristen und von dort mit der Gondel die Bergstation Golzern. Wer kann, sollte unter der Woche gehen, am Wochenende und an Feiertagen muss sonst an der Talstation wie auch auf dem Rückweg mit langen Wartezeiten gerechnet werden. Natürlich kann man auch hoch laufen, was je nach Kondition nochmals 1 1/2 bis 2 Stunden ausmacht.
In Golzern trifft man bald auf den Wegweiser, der nach links den Hang hoch Richtung Windgällenhütte zeigt. Wir wanderten in brütender Hitze und so zog sich das steile Weglein über Alpwiesen unendlich in die Länge und schien kein Ende abzusehen.
Die "Qual" lohnt sich jedoch sehr, kaum ist man oben, sind alle Strapazen vergessen. Eine Pause unterhalb der Windgälle mit überwältigendem Blick in die Urner Berge hat man sich verdient und so lagen wir eine Weile in der Sonne und konnten uns nicht satt sehen an der Umgebung.
Aber noch ist der Weg lang, nicht mehr steil, sondern ein angenehmer Bergwanderweg, rechts gehts teilweise steil hinunter, aber wirklich gefährlich ist er nirgends.
Bald erschien tief unter uns der Golzener See, nur die Windgällenhütte, die wollte und wollte einfach nicht auftauchen. Verlaufen ist eigentlich nicht möglich und so beschlossen wird, sollten wir den letzten Bus ab Bristen nicht schaffen, ein Taxi zu nehmen und uns dafür viel Zeit für diese schöne Tour zu nehmen.
Und sie wurde immer schöner, hinter jeder Wegbiegung staunten wir aufs Neue über die phantastische Aussicht....bis schliesslich doch noch die Hütte auftauchte, der Hunger hatte sich auch längst gemeldet und wir freuten uns auf eine leckere Suppe, die wir dann auch bekamen. Unglaublich freundlich wurden wir empfangen und bewirtet, am liebsten wären wir geblieben!!!
Überall funkeln Kristalle und für Kinder hat es Werkzeug, so dass sie sich als kleine Strahler betätigen können .
Erstaunt hat uns nur der Bach, eine graue Brühe, die, so sagte man uns, von den kalkhaltigen Gestein an der Windgälle kommt. Ob es stimmt, das kann ich natürlich nicht beurteilen. Auf jeden Fall gibts auch einen Brunnen mit sauberen, leckeren Trinkwasser, so dass wir die Flaschen auffüllen konnten, bevor wir uns auf den Rückweg machten.
Steil und anfangs abenteuerlich gings hinunter und überraschend schnell kamen wir oberhalb des Sees in Golzern an und es blieb genügend Zeit für einen leckeren Eisbecher im Gasthaus Edelweiss . Eigentlich hätten wir auch noch hinunter nach Bristen laufen können, aber wir entschieden uns für die Gondel, so erreichten wir bequem den Bus und waren uns sicher: dieser Traumtag wird lange in Erinnerung bleiben!
 _________________ Grüessli, Sabine
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Alle wollen zurück zur Natur...die wenigsten jedoch zu Fuss... |
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